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Sankt Martin – wer war er wirklich?

Der Hl. Martin ist vielen seit Kindertagen vertraut. Mit ihm verbindet man tätige Nächstenliebe und Barmherzigkeit, denn die Szene der Teilung des Mantels mit dem Bettler kommt einem sofort in den Sinn, wenn man an den Hl. Martin denkt.
Aber gibt es da evtl. noch etwas mehr? Wer war der Hl. Martin wirklich?
Hier gibt es weitere interessante Infos:
 

Höre!

In jener Zeit ging ein Schriftgelehrter zu Jesus hin und fragte ihn: Welches Gebot ist das erste von allen? Jesus antwortete: Das erste ist: Höre, Israel, der Herr, unser Gott, ist der einzige Herr. Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen und ganzer Seele, mit all deinen Gedanken und all deiner Kraft. Als zweites kommt hinzu: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Kein anderes Gebot ist größer als diese beiden. (Mk 12,28b-31)

„Höre Israel“
Mit einem Ruf zur Aufmerksamkeit beginnt es also.
So, als wolle die Stelle selbst sagen: Achtung! Spitze die Ohren, hier kommt etwas Wichtiges!“ und es folgt „Gott ist einzig“
Er ist der einzige Gott, auf den du dich verlassen kannst – keine anderen Götter lieben dich so. Er liebt dich mit aller Kraft, von ganzem Herzen.
Das ist in erster Linie und zuallererst eine Zusage.
Die Zusage: „Gott liebt dich“.
Im Buch Deuteronomium ist immer wieder davon zu lesen, wie Gott für die Menschen da ist, etwa „Ich bin der Herr dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus.“
Gott liebt mich, und er will mich befreien. Auch aus all den Sklavenhäusern von Angst und Egoismus, von Machstreben und Konsum, von Geltungssucht und Beziehungsarmut.
Und aus dieser Zusage, diesem unverdienten Angebot Gottes an mich, folgt dann meine Antwort. Und das sind die Gottesliebe und die Nächstenliebe, die untrennbar zusammengehören, das ist der Kern unseres Glaubens! Das ist die Quintessenz der Botschaft Jesu.

Um Hilfe rufen - Gott anerkennen

In jener Zeit als Jesus mit seinen Jüngern und einer großen Menschenmenge Jericho wieder verließ, saß an der Straße ein blinder Bettler, Bartimäus, der Sohn des Timäus. Sobald er hörte, dass es Jesus von Nazaret war, rief er laut: Sohn Davids, Jesus, hab Erbarmen mit mir! Viele wurden ärgerlich und befahlen ihm zu schweigen. Er aber schrie noch viel lauter: Sohn Davids, hab Erbarmen mit mir! Jesus blieb stehen und sagte: Ruft ihn her! Sie riefen den Blinden und sagten zu ihm: Hab nur Mut, steh auf, er ruft dich. Da warf er seinen Mantel weg, sprang auf und lief auf Jesus zu. Und Jesus fragte ihn: Was soll ich dir tun? Der Blinde antwortete: Rabbuni, ich möchte wieder sehen können.Da sagte Jesus zu ihm: Geh! Dein Glaube hat dir geholfen. Im gleichen Augenblick konnte er wieder sehen, und er folgte Jesus auf seinem Weg. (Mk 10,46-52)

Dieser blinde Bettler, der sehend geworden ist, kann uns einiges zu unserem Beten als Glaubende in Erinnerung rufen.
Wenn wir um Hilfe rufen, wenn wir unsere Not vor Gott aussprechen, dann spüren wir die Grundsituation des Menschen, das Angewiesensein, die Hilfsbedürftigkeit, die Notwendigkeit, sich anvertrauen zu können.
Wenn wir aber aus dieser unserer Not zum Herrn rufen, dann ist es auch die Anerkenntnis dessen, wer Gott ist; wer unser Vater im Himmel ist; wer Jesus ist. Dann vertrauen wir uns ihm voll Glauben an.
Das Evangelium von der Heilung des blinden Bettlers offenbart uns aber auch etwas vom Wesen und Denken unseres Herrn.
Jesus demonstriert in der Begegnung mit dem blinden Bettler in keiner Weise seine Macht und Größe, seine Überlegenheit. Dass er sich zum Menschen, dass er sich zu uns herabneigt, beeinträchtigt seine Allmacht in keiner Weise. Er braucht auch niemand schlecht zu machen, um sich selber in ein günstiges Licht zu rücken. Er kann jeden gelten lassen.
Etwas wovon wir lernen können, wovon wir lernen sollten.
Auch wir bedürfen der heilenden Kraft des Herrn, der nicht nur die Blindheit der Augen, sondern auch die Blindheit unserer Herzen beseitigen kann.

Für Gott ist alles mögllich

In jener Zeit lief ein Mann auf Jesus zu, fiel vor ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen? Jesus antwortete: Warum nennst du mich gut? Niemand ist gut außer Gott, dem Einen. Du kennst doch die Gebote: Du sollst nicht töten, du sollst nicht die Ehe brechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch aussagen, du sollst keinen Raub begehen; ehre deinen Vater und deine Mutter! Er erwiderte ihm: Meister, alle diese Gebote habe ich von Jugend an befolgt. Da sah ihn Jesus an, und weil er ihn liebte, sagte er: Eines fehlt dir noch: Geh, verkaufe, was du hast, gib das Geld den Armen, und du wirst einen bleibenden Schatz im Himmel haben; dann komm und folge mir nach! Der Mann aber war betrübt, als er das hörte, und ging traurig weg; denn er hatte ein großes Vermögen.
Da sah Jesus seine Jünger an und sagte zu ihnen: Wie schwer ist es für Menschen, die viel besitzen, in das Reich Gottes zu kommen! Die Jünger waren über seine Worte bestürzt.
Jesus aber sagte noch einmal zu ihnen: Meine Kinder, wie schwer ist es, in das Reich Gottes zu kommen! Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.
Sie aber erschraken noch mehr und sagten zueinander: Wer kann dann noch gerettet werden?
Jesus sah sie an und sagte: Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich.
(Mk 10,17-27)

Jeder Christ wird seine eigenen Erfahrungen mit Jesus gemacht haben und immer wieder machen.
Manch einen hat das Wort des Herrn persönlicher, tiefer getroffen; er hat gespürt: Jesu Wort ist lebendig, machtvoll und fordert zur Entscheidung heraus. Von einer solchen Begegnung mit dem Herrn berichtet dieses Evangelium.
Auch wir dürfen und sollten uns immer wieder der Begegnung mit Jesus und seinem prüfenden Blick stellen; denn er ist das Leben, er wird uns vergeben und uns sein Leben schenken. Denn: „Für Menschen ist das unmöglich, aber nicht für Gott; denn für Gott ist alles möglich“

Erntedank

In Wahrheit ist es würdig und recht, dir, allmächtiger Vater, zu danken und dich mit der ganzen Schöpfung zu loben. Denn du hast die Welt mit all ihren Kräften ins Dasein gerufen und sie dem Wechsel der Zeit unterworfen. Den Menschen aber hast du auf dein Bild hin geschaffen und ihm das Werk deiner Allmacht übergeben. Du hast ihn bestimmt, über die Erde zu herrschen, dir, seinem Herrn und Schöpfer, zu dienen und das Lob deiner großen Taten zu verkünden durch unseren Herrn Jesus Christus. Darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, den Thronen und Mächten und mit all den Scharen des himmlischen Heeres den Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit. (Präfation „Das Ziel der Schöpfung“)

Wie stehst Du zu Christus?

In jener Zeit sagte Johannes, einer der Zwölf, zu Jesus: Meister, wir haben gesehen, wie jemand in deinem Namen Dämonen austrieb; und wir versuchten, ihn daran zu hindern, weil er uns nicht nachfolgt.
Jesus erwiderte: Hindert ihn nicht! Keiner, der in meinem Namen Wunder tut, kann so leicht schlecht von mir reden.
Denn wer nicht gegen uns ist, der ist für uns.
Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört - amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen. (Mk 9,38-41)

Als Christen lautet für uns die Grundfrage:
Wie stehst du zu Christus?
Und noch wichtiger: Wie steht Christus zu dir?
Alles andere ist weniger wichtig.

Karriere

In jener Zeit zogen Jesus und seine Jünger durch Galiläa. Jesus wollte aber nicht, dass jemand davon erfuhr; denn er wollte seine Jünger über etwas belehren.
Er sagte zu ihnen: Der Menschensohn wird den Menschen ausgeliefert, und sie werden ihn töten; doch drei Tage nach seinem Tod wird er auferstehen. Aber sie verstanden den Sinn seiner Worte nicht, scheuten sich jedoch, ihn zu fragen.
Sie kamen nach Kafarnaum. Als er dann im Haus war, fragte er sie: Worüber habt ihr unterwegs gesprochen? Sie schwiegen, denn sie hatten unterwegs miteinander darüber gesprochen, wer von ihnen der Größte sei.
Da setzte er sich, rief die Zwölf und sagte zu ihnen: Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein.
Und er stellte ein Kind in ihre Mitte, nahm es in seine Arme und sagte zu ihnen:
Wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt nicht nur mich auf, sondern den, der mich gesandt hat.
(Mk 9,30-37)

 

Man könnte es verstehen, wenn Jesus angesichts des Verhaltens seiner Jünger verzweifelt hätte, wenn er sie massiv getadelt hätte und sie „in die Wüste“ geschickt hätte.
Aber seltsamer Weise tadelt Jesus nicht, fährt ihnen nicht über den Mund, sondern bestärkt sie sogar.
Ihr wollt Karriere machen?          - dann macht sie!!
Ihr wollt ehrgeizig sein?               - dann seid es!!
ABER: Macht es in die richtige Richtung!
Im Blick auf das Kleine, das Hilflose, reicht eure helfende Hand
Throne, Macht, Ansehen zählt in den Augen Gottes eben nicht, der am Ende den Maßstab setzt!

Die wahre Karriereleiter ist das Kreuz. Das Kreuz, das Christus selbst für uns getragen hat.
Das Zeichen der Solidarität, des Mittragens, des getragenen Leides.
Durch Christus, der für uns ans Kreuz gegangen ist, durch seine Auferstehung ist es das Zeichen der Auferstehung, der Hoffnung, des Sieges über den Tod, des Gehalten-Seins von Gott.
Im Blick auf Christus, auf das Kreuz, im Blick auf das Kleine, Unscheinbare, der Hilfe-bedürftige können wir wahre Größe entdecken.
Wohin blicken wir?

Für wen hälst Du mich?

In jener Zeit ging Jesus mit seinen Jüngern in die Dörfer bei Cäsarea Philippi. Unterwegs fragte er die Jünger: Für wen halten mich die Menschen? Sie sagten zu ihm: Einige für Johannes den Täufer, andere für Elija, wieder andere für sonst einen von den Propheten.
Da fragte er sie: Ihr aber, für wen haltet ihr mich?
Simon Petrus antwortete ihm: Du bist der Messias! (Mk 8,27-29)

„Für wen hältst Du mich?“
Um eine Antwort auf diese Frage Jesu kommt niemand herum, der sich Christ nennt.
Aber: Kann meine Antwort bestehen?
Auch wenn wir noch so viel von Jesus wissen oder zu wissen glauben – nur einen Zipfel seines Gewandes können wir fassen. Ganz verstehen können wir ihn nicht.
Aber vielleicht gelingt es uns als seine Jünger in der heutigen Zeit trotz aller Widerstände und Zweifel mit unserem Leben auf die Frage des Herrn zu antworten mit dem Bekenntnis: „Mein Herr und mein Gott!“

 

Grafik: 5,00 KB Webcam mit Blick auf Thomas-Morus-Platz und Pfarrkirche Altenhundem: Thomas-Morus-Platz

In der Pfarrkirche in Altenhundem besteht täglich von 9.00 - 18.00 Uhr die Gelegenheit zur eucharistischen Anbetung. Das Allerheiligste ist außerhalb der Gottesdienstzeiten zur Anbetung ausgesetzt. Wir laden sehr herzlich zum stillen persönlichen Gebet ein.

Stundengebet für heute

Öffnungszeiten Pfarrbüro:
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