header photo

Fastenhirtenbrief 2018

„Die Eucharistie ist der Höhepunkt des kirchlichen Lebens“
Im Hirtenbrief zur Fastenzeit 2018 rückt Erzbischof Hans-Josef Becker das Sakrament der Eucharistie in den Mittelpunkt.

Hier können Sie den Fastenhirtenbrief 2018 downloaden.

Fastenzeit - Zeit der Erneuerung

Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen; sonst habt ihr keinen Lohn von eurem Vater im Himmel zu erwarten. Wenn du Almosen gibst, lass es also nicht vor dir herposaunen, wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von den Leuten gelobt zu werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten. Wenn du Almosen gibst, soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut. Dein Almosen soll verborgen bleiben, und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten.
Wenn ihr betet, macht es nicht wie die Heuchler. Sie stellen sich beim Gebet gern in die Synagogen und an die Straßenecken, damit sie von den Leuten gesehen werden. Amen, das sage ich euch: Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
Du aber geh in deine Kammer, wenn du betest, und schließ die Tür zu; dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist. Dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird es dir vergelten. (Mt 6,1-6)

Wer sich um einen bewussten Weg durch die Tage der Fastenzeit müht, wird sich so Einiges vernehmen, um dem Ruf zur Umkehr zu folgen. Die Worte bei Matthäus drängen uns, jegliche Form von Verstellung zurückzuweisen, die sich hinter jeder Initiative verbergen kann, sei sie auch noch so schön. Der Böse kann uns bei unseren anfänglichen Vorsätzen vom Weg abbringen.
Achten wir darauf, dass sich nicht der Stolz in diese oder jene Initiative während der Fastenzeit einschleicht; er würde unsere gute Absicht, uns Gott und dem Nächsten zu nähern, stören.
Und hier schlägt uns Jesus eine wahrhafte Erneuerung des Gebetes, des Teilens und des Fastens vor.
Aber Jesus lädt uns zur Zurückhaltung ein. Wenn wir in der Wahrheit leben wollen, dann handelt es sich nicht darum, sich hervorzutun, sondern zu dem hinunterzusteigen, der jedem Menschen das Leben schenkt, und zu Dem, was Ihm wesentlich ist, nämlich dieses Herz umzuwandeln.
„Hütet euch, eure Gerechtigkeit vor den Menschen zur Schau zu stellen“, rät uns das Evangelium.   Wir dürfen diesen Weg durch die Fastenzeit gehen, gestärkt durch das Wort Gottes, im Bewusstsein unserer Schwachheit, aber immer dazu aufgerufen, unsere Angst zu überwinden.

Jesus berührte ihn

In jener Zeit kam ein Aussätziger zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde. Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: Ich will es - werde rein! Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz, und der Mann war rein. (Mk 1,40-42)

„Er streckte die Hand aus, berührte ihn“
Welch großes Erbarmen, welche große Bedeutung, welch riesiger Schritt steckt in diesen wenigen Worten.
Jesus berührt den Unberührbaren, den Aussätzigen, den der keine Hoffnung mehr hatte, der abgestempelt war, den alle aufgegeben hatten.
Jesu Berührung schafft Nähe, überwindet die Angst und die Fremdheit.
Jesus schenkt ihm dadurch sein Gesicht wieder, gibt ihm neue Würde, schenkt ihm neue Freiheit.

Das ist wahres Evangelium, wahre Frohe Botschaft

Wie wichtig ist diese Berührung Jesu. Nicht nur für den Aussätzigen damals, sondern auch für uns heute. Denn wir dürfen uns in der Person des Aussätzigen wiederfinden!!
Jeder von uns hat Grund genug, sich Jesus ehrfürchtig, und demütig zu nähern, ihn um Hilfe zu bitten, Gottes Willen im eigenen Leben zuzulassen und von Jesus neue Würde und, Freiheit geschenkt zu bekommen

Jesus hat auch heute noch Mitleid, auch mit uns !!
Er leidet auch heute noch mit uns und streckt uns seine Hand entgegen:
In den Sakramenten, im Wirken der Kirche, im Dasein derer, die für uns einen Blick haben.
Auch wir stehen im barmherzigen Blick Jesu  -  weichen wir ihm nicht aus!
Auch uns streckt Jesus seine Hand entgegen  -  ergreifen wir sie!
Auch uns will Jesus im Innersten berühren  -  lassen wir es zu!

St. Agatha

_

Glaube hat mit Liebe zu tun!

In Kafarnaum ging Jesus am Sabbat in die Synagoge und lehrte. Und die Menschen waren sehr betroffen von seiner Lehre; denn er lehrte sie wie einer, der göttliche Vollmacht hat, nicht wie die Schriftgelehrten. (Mk 1,21-22)

Da ist sie wieder, die Spannung zwischen Theologie und Glaube, zwischen Wissenschaft und Praxis.
Auf der einen Seite die Schriftgelehrten, die voller Macht sind, die sie aus der exakten und gewissenhaften Lehre beziehen, und auf der anderen Seite Jesus, der Sohn Gottes, der mit Vollmacht lehrte, die vom Vater geschenkt ist
Jesus lebt und lehrt (im Gegensatz zu den Schriftgelehrten) aus der lebendigen Verbindung zu seinem Vater, aus dem Gebet. Daraus erwächst das Geschenk der Vollmacht, die der Vater ihm verleiht und die seine Zuhörer ganz offensichtlich erspüren, die sie zur existenziellen Betroffenheit führt.
Glaube ist nicht deckungsgleich mit Theologie, aber ohne Glaube ist die wissenschaftliche Theologie nicht möglich. Genauso wie auch umgekehrt.
Glaube hat mit Liebe zu tun. Glauben heißt in lebendigem Kontakt stehen, in lebendigem Kontakt zu unserem liebenden Gott.
Mögen wir diesen Kontakt immer wieder suchen und mögen wir ihn niemals verlieren.

Was willst Du?

Jona machte sich auf den Weg und ging nach Ninive, wie der Herr es ihm befohlen hatte. Ninive war eine große Stadt vor Gott; man brauchte drei Tage, um sie zu durchqueren. Jona begann, in die Stadt hineinzugehen; er ging einen Tag lang und rief: Noch vierzig Tage, und Ninive ist zerstört!. Und die Leute von Ninive glaubten Gott. Sie riefen ein Fasten aus, und alle, Groß und Klein, zogen Bußgewänder an. Und Gott sah ihr Verhalten; er sah, dass sie umkehrten und sich von ihren bösen Taten abwandten. Da reute Gott das Unheil, das er angedroht hatte, und er führte die Drohung nicht aus. (Jona 3,3-5,10)

Nein, es ist nicht die Geschichte eines überaus erfolgreichen Propheten, die uns hier erzählt wird.
Jona selbst wollte nicht die Bekehrung. Er wollte, dass Ninive in Schutt und Asche gelegt wird.
Im Buch Jona wird dem Leser zunächst einmal einfach der Spiegel vorgehalten.
Hier wird uns der Spiegel vorgehalten!
Was willst Du als Glaubender, als Christ eigentlich?
Willst Du das, was Gott möchte oder hast Du Dir schon lange selbst zurechtgelegt, wie die Welt abzulaufen hat, was richtig ist und was Gott deiner Meinung nach zu tun hat und was nicht.
Im Blick auf das, was Jona eigentlich vorhatte, war seine Mission demnach ein völliger Misserfolg.
Erfolgreich aber war Gott, denn er wollte die Versöhnung mit den Menschen.
Und er hat sie erwirkt, so verständnislos und widerspenstig sich sein Prophet auch angestellt hat.
Welch ein Glück für Jona, dass Gott auch mit ihn barmherzig ist.
Welch ein Glück für unsere Kirche…
Welch ein Glück für einen jeden von uns…

Wo wohnst Du?

In jener Zeit stand Johannes am Jordan, wo er taufte, und zwei seiner Jünger standen bei ihm. Als Jesus vorüberging, richtete Johannes seinen Blick auf ihn und sagte: Seht, das Lamm Gottes! Die beiden Jünger hörten, was er sagte, und folgten Jesus. Jesus aber wandte sich um, und als er sah, dass sie ihm folgten, fragte er sie: Was wollt ihr? Sie sagten zu ihm: Rabbi – das heißt übersetzt: Meister -, wo wohnst du? Er antwortete: Kommt und seht! Da gingen sie mit und sahen, wo er wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm; es war um die zehnte Stunde.
Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer der beiden, die das Wort des Johannes gehört hatten und Jesus gefolgt waren. Dieser traf zuerst seinen Bruder Simon und sagte zu ihm: Wir haben den Messias gefunden. Messias heißt übersetzt: der Gesalbte – Christus. (Joh 1,35-41)

Die Frage: „Meister, wo wohnst Du?“  ist weit mehr als die Frage nach einer konkreten Wohnung, oder nach einer eindeutig zu verortenden Adresse.
Es ist weit darüber hinausgehend die Frage nach der innerlichen Beheimatung. Nach dem, was das Leben prägt, was Halt und Schutz gibt.
Eine Frage, die nicht nur für uns schwer zu beantworten ist. Es braucht mehr als ein paar Worte und kann meist selbst dann nicht klar und umfassend beantwortet werden.
Was liegt da näher, als genau das zu tun, was Jesus hier tut. Die Fragenden werden eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen.
Und sie folgen der Einladung. Sie nehmen mit eigenen Augen wahr, was nicht in Worte zu fassen ist. Sie sammeln Erfahrungen und kommen zu dem Schluss: „Wir haben den Messias gefunden.“
Meister, wo wohnst Du? – Kommt und seht!
Folgen auch wir ihnen nach…

Grafik: 5,00 KB Webcam mit Blick auf Thomas-Morus-Platz und Pfarrkirche Altenhundem: Thomas-Morus-Platz

In der Pfarrkirche in Altenhundem besteht täglich von 9.00 - 18.00 Uhr die Gelegenheit zur eucharistischen Anbetung. Das Allerheiligste ist außerhalb der Gottesdienstzeiten zur Anbetung ausgesetzt. Wir laden sehr herzlich zum stillen persönlichen Gebet ein.

Stundengebet für heute

Öffnungszeiten Pfarrbüro:
Mo. - Fr. 09.00 - 11.00 Uhr
14.30 - 16.00 Uhr
Freitagnachmittag geschlossen
Pfarrgasse 6
57368 Lennestadt
dummy

dummy

Webcam Bahnhofsvorplatz Altenhundem Bahnhofsvorplatz