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Der römische Brunnen

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wie mich der Vater geliebt hat, so habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote haltet, werdet ihr in meiner Liebe bleiben, so wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird. Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe. Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch auftrage. Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut. Vielmehr habe ich euch Freunde genannt; denn ich habe euch alles mitgeteilt, was ich von meinem Vater gehört habe. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt. Dann wird euch der Vater alles geben, um was ihr ihn in meinem Namen bittet. Dies trage ich euch auf: Liebt einander! (Joh 15,9-17)

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
Er voll der Marmorschale Rund,
Die, sich verschleiernd, überfließt
In einer zweiten Schale Grund;
Die zweite gibt, sie wird zu reich,
Der dritten wallend ihre Flut,
Und jede nimmt und gibt zugleich
Und strömt und ruht.

(Conrad Ferdinand Meyer)

Der Brunnen läuft erst dann nach allen Seiten über, wenn er selbst ganz voll von Wasser ist.
Dieses Bild dürfen wir getrost auch auf die Liebe Gottes zu uns anwenden: Wir dürfen uns zunächst erst einmal selbst mit der Liebe Gottes vollständig anfüllen lassen, bevor dann diese Liebe überfließen kann auf die anderen Menschen.
Diese Liebe ist auch nicht etwas, das wir produzieren müssten, keine Leistung, die wir vollbringen müssen.
Sie ist eine Frucht, die wächst.
Ein Zweig am Baum „produziert“ auch nicht Früchte, sondern er „trägt“ diese Früchte.
Wie sehr kann uns diese Gewissheit doch tragen und prägen: „Ich bin von Gott geliebt und darf und kann in dieser Liebe bleiben.“
Dieses Wissen kann uns mit Freude erfüllen.
Auch diese Freude ist eine Frucht, die wächst, wenn wir mit Christus verbunden sind:
„Dies habe ich euch gesagt, damit meine Freude in euch ist und damit eure Freude vollkommen wird.“ So sagt es Jesus im Evangelium.
Es ist der erklärte Wille Gottes, dass unser Leben geprägt ist von einer überschäumenden und überströmenden Freude, dass wir randvoll frohe Menschen sind.
Unser Leben soll geprägt sein von einer ganz tiefen Freude.
Nicht von Lustigkeit oder Spaß wie er in einer oberflächlichen Spaßgesellschaft vorkommt oder mit Komik wie sie in Filmen oder Late-night-Shows auftritt.
Die Freude, die Jesus meint, die Frucht, die aus der Verbundenheit mit Jesus wächst, existiert auch dann noch, wenn es - menschlich gesehen - nichts Frohes mehr gibt in unserem Leben. Wenn wir von Sorge niedergebeugt sind, wenn wir Lasten zu tragen haben, dann gilt diese Freude Jesu immer noch.
Denn diese Freude hat ihre Wurzeln in Jesus Christus.
Mögen daher wir selber immer wieder spüren dürfen, dass wir mittendrin stehen in der Liebe Gottes, die uns umhüllt und erfüllt.
Mögen wir unseren Dank, unsere Bitte, unsere Sorgen im Gebet immer wieder zu Gott tragen.
Mögen unsere Mitmenschen spüren dürfen, dass wir diese Liebe Gottes auch weiterschenken.
Mögen wir selbst ein „römischer Brunnen“ der Liebe Gottes in unserer Welt sein.

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Grafik: 5,00 KB Webcam mit Blick auf Thomas-Morus-Platz und Pfarrkirche Altenhundem: Thomas-Morus-Platz

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