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Palmsonntag

Es war einige Tage vor dem Osterfest. Als sie in die Nähe von Jerusalem kamen, nach Betfage und Betanien am Ölberg, schickte Jesus zwei seiner Jünger voraus.
Er sagte zu ihnen: Geht in das Dorf, das vor uns liegt; gleich wenn ihr hineinkommt, werdet ihr einen jungen Esel angebunden finden, auf dem noch nie ein Mensch gesessen hat. Bindet ihn los, und bringt ihn her! Und wenn jemand zu euch sagt: Was tut ihr da?, dann antwortet: Der Herr braucht ihn; er lässt ihn bald wieder zurückbringen.
Da machten sie sich auf den Weg und fanden außen an einer Tür an der Straße einen jungen Esel angebunden, und sie banden ihn los.
Einige, die dabeistanden, sagten zu ihnen: Wie kommt ihr dazu, den Esel loszubinden? Sie gaben ihnen zur Antwort, was Jesus gesagt hatte, und man ließ sie gewähren.
Sie brachten den jungen Esel zu Jesus, legten ihre Kleider auf das Tier, und er setzte sich darauf.
Und viele breiteten ihre Kleider auf der Straße aus; andere rissen auf den Feldern Zweigen von den Büschen ab und streuten sie auf den Weg. Die Leute, die vor ihm hergingen und die ihm folgten, riefen: Hosanna! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn! Gesegnet sei das Reich unseres Vaters David, das nun kommt. Hosanna in der Höhe! (Mk 11, 1-10)

Es lohnt sich, das Publikum zu Palmsonntag in Jerusalem näher zu betrachten.
Man lernt dabei viel und es könnte sogar sein, dass man dabei sich selber unter den dort versammelten Menschen wiederfindet:
- in den Jüngern, die schon seit drei Jahren mit Jesus umhergezogen sind.
- in den Skeptikern, den gebildeten, weltgewandten Menschen, die an keinen Gott glauben und an kein Wunder.
- in den Beobachtern, die die Masse studieren, die Menschen beurteilen, sich über das erheben, was da geschieht.
- in den vielen Menschen, in der Masse, die Jesus zujubelt.

Wir stehen am Anfang der Karwoche.
Wir hören die Texte.
Wir erleben den Jubel - aber wissen auch um den Umschwung.
Wir sollten das Risiko des Jubels eingehen.
Aber wir sollten Gott zujubeln, nicht dem, was wir uns erträumen.
Wir sollten auf Jesus Christus schauen.
Diese Tage sind für uns Gelegenheit, uns neu auf den Weg der Nachfolge zu machen.
Wir dürfen, ja wir sollen Jesus zujubeln.
„Heilig ist der, der kommt im Namen des Herrn!“
Aber wir sollten daran denken, dass es Gottes Wille ist und nicht unsere Luftschlösser, denen unser Lob gilt.

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Grafik: 5,00 KB Webcam mit Blick auf Thomas-Morus-Platz und Pfarrkirche Altenhundem: Thomas-Morus-Platz

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